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wurde und wird im europäischen Raum profan als Schattenboxen bezeichnet.
Eine Übersetzung der Chinesen kennzeichnet es als "langes Boxen", da diese gesundheitsfördernden Bewegungen langsam und mit Bedacht ausgeführt werden.

Erste Übungen entstanden ca. 2200 v.Chr.

Chang San Feng entwickelte in den Jahren um 800 n.Chr. das Tai Chi Chuan.

Ganz bewusst werden im heutigen Tai Chi Chuan schnelle und somit oft unkontrollierte Bewegungen ausgeschlossen, um eine Schädigung
von Körper und und Psyche völlig zu vermeiden.
Langwierige Gesundheitsschädigungen durch schnelle unkontrollierte Bewegungen können auch langwierige psychische Schäden verursachen.

Tai Chi Chuan strebt nicht nach Schönheitsidealen, sondern nach der Symbiose,
der Vereinigung von Körper, Geist und Seele.
Tai Chi Chuan "fördert" und will nicht überfordern.

Um Tai Chi Chuan zu Üben braucht man weder besondere Geräte noch
einen besonderer Ort.
Bequeme Kleidung reicht völlig.
Tai Chi Chuan kann jeder lernen und überall ausüben.

Das An- und Entspannen der Muskeln, das Wenden und Drehen
des Körpers und der Extremitäten verbessert nicht nur Körperhaltung und Mechanik,
sondern kräftigt auch Bänder und Gelenke.
Auch die Akupunkturpunkte werden durch wechselnde Muskelspannungen und die unterschiedlichen Bewegungen stimuliert, was besonders das Fließen des Chi
(die Lebensenergie) im Körper anregt bzw. ausgleichend wirkt.
Tai Chi Chuan fördert die Verdauung, verbessert die Tätigkeit von Herz
und Kreislauf, was sich in einer höheren Anzahl weißer Blutkörperchen und einem langsameren Puls und sinkendem Blutdruck bei Bluthochdruck, auswirkt.
Auch die Atmung wird während der Übungen tiefer, langsamer und regelmäßiger.
Tai Chi Chuan harmonisiert das Chi und hält Yin und Yang im Gleichgewicht.
Die Konzentration, die das Tai Chi Chuan fordert, fördert ebenfalls
die Funktionen des zentralen Nervensystems.
Da Körper und Geist zur gleichen Zeit in Anspruch genommen werden, stimulieren diese Übungen die gesamte Hirnrinde, regen verschiedene Regionen an und wirken hemmend auf andere ein.
Dies ermöglicht dem Gehirn, sich auszuruhen, und entläßt die Großhirnrinde
aus den pathologischen Spannungen, die von allerlei Umwelteinflüssen
hervorgerufen werden.

Somit trägt dieser Sport nicht nur zur Heilung von vielen verschiedenen
Erkrankungen bei, sondern bekämpft und beugt auch vielen negativen Einflüßen vor.
Namhafte chinesische Ärzte und Wissenschaftler untersuchten
über Jahrzehnte die Auswirkungen des Tai Chi Chuan und häuften
so viele positive Erkenntnisse an, dass man mehrere Bücher damit füllen kann.
(In der BRD steht inzwischen ausreichend Literatur zur Verfügung!)

Diese kurze Beleuchtung dessen, was Tai Chi Chuan sowohl für Körper und Geist
des Menschen bedeutet, lässt einen Blick werfen auf die mehr als
1000 Jahre alten Erfahrungen und Weiterentwicklungen des Tai Chi Chuan,
die die Übenden und Meister des Tai Chi Chuan machen konnten, und das nun,
nach der Öffnung Chinas, auch dem Westen offensteht.
Leider konnten die chinesischen Ärzte keine Daten darüber sammeln, wie sich
der meditative Aspekt auf den einzelnen Menschen auswirkt.
Diese mit Sicherheit positiven Erfahrungen können nur Sie selbst erleben -
durch Tai Chi Chuan!

 
 

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