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Ein Vorgang, bei dem man versucht, die "normale"
Aufmerksamkeit zu verlieren.
Experimente haben gezeigt, dass Könner bei der Meditation Meisterstücke
vollbringen:
Einem Inder gelang es, seinen Sauerstoffbedarf so zu verringern, dass
er drei Tage in einem kleinen, versiegelten Raum leben konnte (aus Wissenschaftsmagazin
"Nature").
Einige Anhänger der transzendenten Meditation behaupten, dass eine
ausreichend große Anzahl von Meditierenden die Ereignisse in aller
Welt - unter anderem die Börsenkurse - beeinflussen können.
In Psychologie, Hypnose,Yoga, Chi Kung (Qi Gong) und vielem ähnlichen
nimmt die Meditation einen beträchtlichen bis sehr großen
Stellenwert ein.
Die Meditationsformen sind sehr umfangreich und reichen von der einfachen
und oftmals unbewußten Meditation bis hin zur bewussten Selbstkasteiung.
Das autogene Training ist eine der im Westen am weitverbreitesten Meditationsarten
(es bedarf allerdings einer längeren Lernphase und Übungspraxis).
Der westlichen Welt fehlen leider entsprechende Termini, um die Wirkungsweise
der echten Meditation zu beschreiben - "Zufriedenheit, verbunden
sein, Glücksgefühl" können es rudimentär umschreiben.
Der einfache Weg: Die Körperhaltung sollte möglichst
enspannt sein (z.B.liegend). Traditionelle Haltungen sind der Schneidersitz,
Lotussitz (Schneidersitz, wobei die Füße oben aufgelegt werden,
siehe Chi Kung 1) oder Sazen (Knie-Sitz oder auch Fersen-Sitz wobei
darauf zu achten ist, dass die rechte Ferse den Anus verschließt
um Chi-Verlust zu vermeiden (Chi - Lebensenergie).
Sollten in der Meditations-Haltung Verspannungen auftreten (oft im Sitzen)
muss man die Position ändern (entschärfen, aber nicht zu früh!)
durch strecken eines oder beider Beine.
Die Handhaltungen (indisch: mudras) und Mantras (ind.: Rezitationen),
mit ihrer konzentrativen Bedeutung, variieren ebenso.
Weit verbreitet ist, das Ineinanderlegen der Finger und Gegeneinanderstellen
der Daumenspitzen (Lange Fingernägel sind da sehr störend,
es sollte ein perfektes Rechteck entstehen). Die Geisteshaltung ist
der eigentlich ausschlaggebende Teil.
Eine besondere Körperhaltung dient als Konzentrationshilfe zur
Entspannung der Großhirnrinde, was sich im folgenden auf
fast alle Areale des Gehirns ausweitet, wenn man entsprechend übt.
Der heutige Alltag fordert und belastet unseren Geist in zunehmenden
Maße. Dies führt dazu dass uns "standig irgendwelche
Gedanken durch den Kopf gehen". Drum:
"Das Gedankenrauschen beenden".
Das heißt, den Gedanken noch etwas folgen (wie Wolken, die davon
ziehen)
sich aber dann zu konzentrieren auf
die Atmung (dadurch wird die linke Gehirnhälfte abgeschaltet, rechts
- minimale Tätigkeit)
in allen Formen und Varianten (z.B.Kerzenflamme beugen) oder
a.) Eine angenehme Farbe
b.) eine schöne Blume
c.) einen Geruch
d.) das Gesicht eines Menschen o.ä.
Oder dann zur höheren gegenstandslosen Meditation über zu
gehen, bei der wie
in der Kirche immer wieder "Gebetssprüche" (Mantras)
wie: Ich bin in mir, oder ich bin
völlig ruhig und entspannt, ich fühle..........(mich wohl,
warm, leicht usw.), oder
om padme hum, (- meistgebrauchter tibetisch/buddhistischer Gebetsspruch)
wiederholt werden.
Im japanischen Zen werden Rätsel (Koan) zu Meditation verwendet,
die durch Logik nicht lösbar sind.
Es werden auch kurze sinnlose Sätze langsam rezitiert, um zu erfahren,
was die Schwingungen der Stimme in Körper und Geist bewirken oder
auch um körpereigene Energiezentren (die 7 Chakras) in Schwingung
zu versetzen.
Auch das Wechseln der Sprache kann das Gedankenrauschen beenden, dabei
ist es nicht wichtig wie gut man diese Sprache beherrscht.
Die oben angesprochenen Meditationsformen sind nach "innen"
gerichtet und können, entsprechend modifiziert (z.B.Organe, Körper)
auch zur Körper- und Geistheilung
(z.B. bei seelischer Anspannung) gut eingesetzt werden.
Die nach "außen" gerichtete Meditation
widmet sich der Umwelt, d.h. Hineinfühlen/Denken in Personen, Tiere,
Pflanzen (das Gras wachsen hören), Landschaften und deren Töne
(Wind u.a.), Himmel, Kosmos (als Teil dessen sein, verbunden sein).
Meditationsformen (die der christlichen und einige andere Religionen)
sind nicht
grundsätzlich "wertungsfrei". Eine Wertung kann in diesem
Zusammenhang auch
Körper und Seele in gewünschter Weise beeinflussen (Selbstsuggestion).
Affirmative wertende Meditation:
"Ich werde eine positive Kraft im Leben der anderen sein"
"Ich werde in allem, was ich unternehme, erfolgreich sein"
"Ich werde wacher und effizienter sein"
"Ich werde vollkommen gesund sein"
Grundsätzlich aber geht es darum, dem Geist eine kleine Aufgabe
zu geben,
was zu "Input"-Mangel führt. Hat man diesen "Mangel"
überwunden, sucht der Geist,
vom Bewusstsein unbemerkt, nach neuen Schnittstellen (Assoziationsbahnen),
die er dann (individuell) findet.
So wie ein Kind das Laufen lernt und dadurch die Welt entdeckt.
Übrigens fand man bei der pathologischen Untersuchung des Einstein'schen
Gehirns diese Assoziationsbahnen im Überfluss.
Im wesentlichen wurde hier die "stille" Meditation
beschrieben. Um einen Überblick zu verschaffen habe ich die Grundformen
und Methoden beschrieben und
mit einigen Beispielen versehen.
Dies ermöglicht es, die Techniken zu verstehen und die eine oder
andere zu nutzen.
Worauf weniger Bezug genommen wurde, ist die Entspannung und die "bewegte"
Meditation, die zwar dem Europäer mehr zusagen, aber schon in den
anderen Rubriken
angeschnitten ist und sich mehr auf den Fluß des Chi konzentriert
(Energiemeditation).
Dazu einige Hinweise:
Entspannung ist das Gegenteil von Anspannung und vollzieht sich meist
auf der muskulären Ebene des Körpers.
Die Interaktion von Gehirn und Muskulatur bei der Entspannung führt
zu einer
Änderung der nervalen Aktivität (z.B.Sympathikus und Parasympathikus),
vergleichbar mit der "Fluchtreaktion" und deren Auswirkungen
im Kšrper.
Entspannung ist keine Art der Meditation, aber deren Voraussetzung (in
der Stillen Med.).
"Stille"- Meditation beinhaltet die Entspannung,
bedarf aber eines
entsprechenden Maßes an Konzentration.
"Bewegte"- Meditation wird dem Akivitätsdrang/Bewegungsdrang
des Menschen gerecht
(wer rastet der rostet).
Entspannung ist in Bezug zur Bewegungsmeditation nicht zwingend erforderlich
aber sehr hilfreich.
Oft wird ungewollt zeitweise eine Art der Meditation erreicht,
(z.B. bei einigen Sportarten wie Joggen, Marathon, Rudern etc.)
in denen eine eher gleichförmige Bewegung durchgeführt wird.
Bei den Formen der Meditation in Bewegung findet man direkte, also
gewollte Entspannung und Meditation, vor allem in Bewegungsmeditationen
wie
Yoga, Chi-Kung, Tai Chi Chuan und anderen.
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