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Tao, das Du aussprechen kannst
ist nicht das ewige Tao
Ein Name, den Du nennen kannst,
ist nicht der ewige Name.

Namenlos ist der Anfang von
Himmel und Erde,
Zu Benennendes ist Mutter
aller Dinge

Darum: wer gelassen
nach innen blickt,
erfährt die Wunder
unbegrenzten Seins,
wer die Welt besitzen will,
und an Namen festhält,
findet weltliche Begrenztheit.

Im Ursprung sind diese zwei eins,
unterschiedlich nur dem Namen nach.
Unbegreiflich ist diese Einheit.
Das Geheimnis der Geheimnisse,
das Tor, durch das alles offenbar wird.

(Laotse, Tao Te King)

 

Der Name (auch: Taoismus) leitet sich vom Grundbegriff, dem dao, ab, das wörtlich "Weg" bedeutet und die sich hinter den natürlichen Abläufen im Universum verbergende Ordnung bezeichnet. Als Begründer des Daoismus gelten Laozi (Laotse), ein mythischer Weiser, der im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben soll und dem das Werk Daodejing (auch: Tao-te-ching - Vom Weg und seiner Wirkungskraft) zugeschrieben wird, und Zhuangzi (4./3. Jahrhundert v. Chr.), von dem das Buch Zhuangzi stammt.

Anders als den Konfuzianern, deren Blick auf die gesellschaftliche Ordnung gerichtet ist, geht es den Daoisten um die große natürliche Ordnung. Ihr Ziel ist das Einswerden mit der Natur.
Dies wird durch "Nichthandeln" (wu wei) erreicht, worunter nicht Handlungslosigkeit zu verstehen ist, sondern ein Handeln im Einklang mit der Natur, das der Spontaneität freien Lauf lässt. Im Zustand völliger Harmonie mit der Natur gibt es keine "Unterscheidungen", zum Beispiel Gut und Böse;
menschliches Streben, Wünsche und Begierden, die die Harmonie nur stören könnten, sind überwunden.

Freilich kamen die Daoisten nicht umhin, sich auch mit gesellschaftlichen Problemen zu befassen. Sie befürworteten einen kleinen Staat, in dem die Menschen
einfach leben und in dem ihr materielles Wohl garantiert ist. In vieler Hinsicht steht der Daoismus im Gegensatz zum Konfuzianismus.
Daoismus ist als eine Philosophie des Protests gegen die moralische und gesellschaftliche Einengung der Persönlichkeit zu verstehen, an deren Stelle er die Freiheit und Unabhängigkeit des Individuums setzt.

Von diesem philosophischen Daoismus ist der religiöse oder Volksdaoismus zu unterscheiden. Er stellt ein vielschichtiges, aus verschiedenen
religiösen Strömungen bestehendes Gebilde dar, in das neben
daoistischem Gedankengut die Mythologie der Frühzeit mit ihrer Götterwelt und
ihrer Naturverehrung eingeflossen ist.
Im engeren Sinne umfaßt der religiöse Daoismus mehrere Richtungen, die sich um Lebensverlängerung oder Unsterblichkeit bemühen.
Die hierbei verwendeten Methoden reichen von Askese über Alchemie, Diätvorschriften und Atemübungen bis hin zu Sexualhygiene.

 

 

Wu Gi - aus der formlosen Leere entstand Wu Xing -
die fünf Elemente (500 v.Chr.) beinhalten die 10.000 Dinge - Wan Wu.

Erschaffen von PAN'KU dem Weltenherrscher (hier mit dem Welten-Ei).


Wu Xing wurde in der Song-Dynastie (960-1279 n.Chr.)
in die TCM (Trad. chin. Medizin) aufgenommen.